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SHOOWA / Kuba Stickerei
Die bemerkenswertesten Stickereien sind wohl die berühmten Samtgewebe von Kasai,
die in Zaire - jetzt Demokratische Republik Kongo - von den Shoowa,
einem Kuba-Volk angefertigt werden.
Die Grundlage der Samtarbeiten ist stets ein einfaches Raffiagewebe. Die Raffia-Palme 'Raphia vinifera' hat die längsten Blätter der Welt, bis zu 25m.
Aus jungen Fiederblättern gewonnene Hautlappen werden durch Spaltung 'Ausfaserung' Fäden hergestellt, die z.T. noch gedreht und geschlagen werden.
Der Samteffekt ergibt sich, indem ein sehr feiner Raffiafaden in das Gewebe eingesetzt und auf der Oberfläche mit einem Messer
abgeschnitten wird. Die Konturen der Samtmuster werden im Allgemeinen mit einem helleren oder dunkleren Farbton umstickt, um die Form besser abzusetzen.
Diese Arbeit wurde stets von vortrefflichen Stickerinnen ausgeführt, und früher mussten dies traditionell schwangere Frauen sein.
Sie waren so wertvoll, dass sie an den Königshöfen Dekoration des Königssitzes oder als Decke dienten.
Sie dienten ebenfalls als Zahlungsmittel oder als Bestandteil der Mitgift verwendet oder sogar mit den hohen Würdenträgern zusammen begraben werden.
Die warmen Farben wie Orangetöne, Braun, Rot, Gelb, Violettöne und Schwarz machen diese Stoffe zu echten abstrakten Bildern,
worin sich komplexes Flechtwerk endlos wiederholt.
Sudza Färbetechnik
Alle Sudza-Kissenbezüge bestehen aus reiner Baumwolle.
Die verschiedenen Muster entstehen in einer der Batik ähnlicher Technik.
Maismehl vermischt mit Wasser oder Milch – in Zimbabwe – auch Sudza genannt,
wird anstelle Wachs als „Abdeckung“ benutzt.
Als natürliche Färbemittel werden z.B. Tee, Rote Beete und Ton zusätzlich zu einigen industriellen Färbemitteln verwandt.
Das Verfahren unterliegt dem Wankelmut afrikanischen Wetters aufgrund der Tatsache,
das alle Stoffe an der Sonne getrocknet werden.
Im gewöhnlich verregneten südlichen afrikanischen Sommer 'Dezember - März' wird die Produktion gestoppt, bis die Sonne ihr Gesicht wieder zeigt.
Jedes Stück ist einmalig und ging bis zur Fertigstellung durch die Hände von 5 bis 10 Arbeitern.
Die verschiedenen Arbeitsschritte bestehen aus:
auftragen der Sudza – Luft trocknen – mit Färbemittel bemalen –
an der Sonne trocknen – die Sudza entfernen – auswaschen
und schließlich im Ofen trocknen um die Farbechtheit zu sichern.
Einige der Muster und Entwürfe haben zwar in verschiedenen Gebieten Afrikas Symbolische Bedeutung, wurden aber nur aufgrund Ihres dekorativen Aussehens ausgewählt.
Pflege Ihres Sudza-Kissens.
Obwohl Sie Farbecht sind, sollten Sie Ihre Sudza-Kissen nur von Hand, im kalten Wasser waschen.
Es ist auch hilfreich, einen esslöffelvoll Salz oder Essig beizugeben um die Farbe zu schützen
Bogolan 'Schlammtuch'
ist eine Webtechnik die ursprünglich in Mali beheimatet ist.
Heute ist Bogolan (= mit Schlamm hergestellt) ein international anerkanntes
Symbol afrikanischen Stils geworden.
Bogolan sind feste grobstrukturierte handgewebte ca. 10-15 cm breite Baumwollstreifen,
die zusammengenäht werden.
Traditionell werden die Baumwollstreifen von den Männern gewebt.
Die kunstvollen Muster werden von den Frauen durch wiederholtes Auftragen von Schlamm
und Pflanzensaft hergestellt.
Der Färbeprozess ist äußerst zeitraubend, was das Produkt zu einem sehr begehrten Artikel macht.
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